{"id":109,"date":"2020-05-01T20:44:38","date_gmt":"2020-05-01T18:44:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/?p=109"},"modified":"2020-05-05T13:40:56","modified_gmt":"2020-05-05T11:40:56","slug":"lebenslauf-des-motorrades-marke-mgc-1-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/2020\/05\/01\/lebenslauf-des-motorrades-marke-mgc-1-2\/","title":{"rendered":"Lebenslauf des Motorrades Marke MGC 1\/2"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"759\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-759x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-142\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-759x1024.jpg 759w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-222x300.jpg 222w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-768x1036.jpg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-1138x1536.jpg 1138w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-1518x2048.jpg 1518w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-71x96.jpg 71w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200423_173722-scaled.jpg 1897w\" sizes=\"auto, (max-width: 759px) 100vw, 759px\" \/><figcaption>Ernst Max H\u00e4usler&#8217;s  Brief an Klaus Fischer, Chefredaktor MOTO SPORT SCHWEIZ.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch Motorr\u00e4der h\u00e4tten Spannendes aus Ihrem langen, ereignisreichen Leben zu berichten, wenn Sie reden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Sie wurden von Ihrer Zeit und Erlebnissen gepr\u00e4gt wie der Mensch im Verlauf eines langen bewegten Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr meine MGC kann ich als Fahrer, der Sie schon als Neu besass zum Dank f\u00fcr Ihre unbezahlbaren Dienste w\u00e4hrend Jahrzehnten Ihre Geschichten erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist wahrscheinlich die Einzige in der Schweiz vorhandene MGC, eine echte Veteranen- Rarit\u00e4t! Wie mir der Hersteller Marcel Guiguet sagte wurden insgesamt nur ca. 300 St\u00fcck hergestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich war schon als Junge ein angefressener Motorrad-Fan und konnte es nicht verklemmen Strolchenfahrer zu sein, sofern es mir \u00fcberhaupt gelang, die &#171;Chl\u00e4pfe&#187; in Gang zu bringen. Traf eine Panne ein oder war der &#171;Most&#187; zu Ende musste ich die Untat mit Schieben b\u00fcssen aber erwischt wurde ich nie.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 30 walzte ich Sonntags mit meiner Frau auf der Strasse von Givors unterhalb Lyon nach Grasse. Hier traf ich zwei M\u00e4nner auf Maschinen an, wie ich noch nie eine sah. <\/p>\n\n\n\n<p>Ihre klassische Sch\u00f6nheit, ihre Wucht und Eleganz machten mich sturm. Mich, ohne Moneten ein armer Wurm.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn die L\u00f6hne hier waren miserabel, sie reichten knapp um zu f\u00fcllen den Schnabel.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir lebten bescheiden in Pension, mit einem Wort, es war ein Hohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Juli 30 fand ich &#171;B\u00fcez&#187; in den Renault-Werken in Paris, auch bald meine Frau.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier waren die L\u00f6hne nicht mies. Man konnte sparen bei bescheidenem Leben und ich wusste wonach unser Streben. Wir sparten die Franken St\u00fcck um St\u00fcck, dass schneller komme das stolze Gl\u00fcck. Besitzer einer MGC zu sein, zu rollen auf Ihr, Ihr Ritter zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Auto-Moto Salon Oktober 30 sah ich die Wundermaschine erneut. K\u00f6nig Norton war aber auch dabei und die Qual der Wahl f\u00fcr uns Zwei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Marken k\u00e4mpften in mir um Sieg oder Niederlage, King Norton der Schnelle kam nicht in Frage. Das will etwas heissen, den die MGC war ein Super -Gef\u00e4hrt, das seinen Erbauer als K\u00f6nner ehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sein Name, Marcel Guiguet. Er besass eine kleine Maschinenfabrik im Dorf Corbelin,Departement Is\u0117re.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun sparten wir doppelt und dreifach fleissig, wir schr\u00e4nkten uns gar im Essen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Morgens nur Caf\u00e9 nature, Mittags Pommes-Frites in T\u00fcten, von Allem was teuer tat man sich h\u00fcten. Auch Abends mussten die Speisen billig sein.<\/p>\n\n\n\n<p>So brachten wir in sechs Monaten das Geld zusammen, Eintausendsechshundert in Schweizer Franken. Hat man sich f\u00fcr ein Juwel entflammt, k\u00e4mpft man daf\u00fcr ohne zu Wanken. Im Fr\u00fchjahr 31 kam der lang ersehnte Tag, an den ich mich gut erinnern mag.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie kam im Bahnhof Bercy an, wo ich sie per Auto holen kam. Kaum konnte ich es erwarten, den ersten Kick zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Aufregung benahm ich mich wie ein gejagtes Huhn, fuhr \u00fcber den Randstein auf das Trottoir hinauf und nahm entsetzt eine Beule im Auspuff in Kauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war das erste &#171;Pech&#187; von Vielen, die noch kommen sollten, mit ihnen habe ich den Genuss dieses Sportes oft abgegolten. Das hat mich aber nie umgeschmissen, obschon ich manchmal b\u00f6s angeschissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die MGC war auch als 500er lieferbar. Mir aber war zum voraus klar, dass ich einer solchen noch nicht gewachsen war. Oft ist es kl\u00fcger \u00e4ngstlich zu sein, als allzufr\u00fch zu liegen im Totenschrein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pr\u00fcfung habe ich leicht bestanden, man hatte nur eine Acht zu drehen. Es war leichter als heute, sie mit Erfolg zu bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun stand unsrer Lust nichts mehr im Wege Frankreich zu bereisen, soweit es die knappe Freizeit erlaubte. Den freien Samstag gab es noch nicht und &#171;Blauen&#187; machen widersprach unserer Arbeitspflicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wohin sollte uns nun die erste Fernfahrt f\u00fchren? Nach Hause nat\u00fcrlich, wohin denn sonst? Die Unseren sollten doch sp\u00fcren, wie gross unser Schicksal&#8217;s Gunst.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch fuhr auch die Pannenhexe mit uns Dreien, wegen den holprigen &#171;Bsetzisteinen&#187; brach ein Lampentr\u00e4ger entzwei, ein &#171;Platter&#187; kam noch dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>So ging es auf der Route Nationale Nr.19 der Schweiz entgegen, die wir im Laufe der Jahre sechs Mal befuhren, im Winter, Fr\u00fchling und Sommer, bei Hitze, K\u00e4lte und Regen. An Auto- Komfort war uns nicht gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste Mal nicht in einem Zug, mir war die halbe Strecke genug. Ich wagte noch nicht Tempo zu schinden, aus Angst uns nebenaus zu finden. <\/p>\n\n\n\n<p>Elsa musste mich vor \u00fcberholenden Autos warnen, die Strasse war schlank, darum fuhr ich ganz rechts um jeden Rank.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abzweigung bei Frick nach Aarau war Punkt der Entscheidung, wer hat den Vorrang, Ich oder Du? Nach welchem Heim wird zuerst gefahren?<\/p>\n\n\n\n<p>Meist dr\u00fcckte Elsa ein weinendes Auge zu. Bei der R\u00fcckfahrt haben wir nie verpasst&nbsp;Ihre Leute in K\u00fcttigen zu besuchen, man trennte sich nach kurzer Rast, in ernster Stimmung, gefasst. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein letzter Blick auf ihr Elternhaus aus einer Kurve der Staffelegg, dann hauten wir ab auf die lange Reise, im Schuss nat\u00fcrlich, \u00fcblicherweise.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeder der Reisen Paris-Z\u00fcrich retour erlebten wir Pech und Pannen stur.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal verschob sich der Magnet, das Antriebskettchen sprang vom Ritzel, eine Achse war krumm. Aus war die Fahrt, wir mussten sie missen. Per Schlepp ging es zum n\u00e4chsten Bahnhof ab, was wieder nicht ohne Schaden ging, ein Sturz nur an einem Faden hing. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Wagen fuhr zu schnell, ich musste gewaltig gegensteuern, die krumme Gabel mit Richten erneuern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dasselbe Magnetpech ist noch ein- oder zweimal passiert auf anderen Reisen, bevor ich ihn fand, den Stein der Weisen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ihn in einer Nut an seinem Standort zu bleiben zwang, f\u00fcr immer verhindernd seinen Verschiebedrang. <\/p>\n\n\n\n<p>Die habe ich m\u00fchselig mit Meisseln und Feilen geschaffen, was leider unterlassen die Hersteller-Affen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weihnachtsreise 32 war eine Tortur, wir fuhren auf schneefreier Reifenspur.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich lenkte mit Vorsicht ganz ohne Hatz, gottlob machten die Autos uns nobel Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft machten wir Kaffeehalte, damit es das Schlottern abhalte. Am B\u00f6zberg gefror mir das Augenwasser weil ich keine Brille trug, vom Wintersport habe ich seither genug.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem R\u00fcckweg war die Strasse im Elsass vereist, den T\u00f6ff mussten wir der Bahn \u00fcbergeben, nachdem wir mehrmals &#171;verreist&#187;. <\/p>\n\n\n\n<p>Bald aber sahen wir die Strasse vom Eise frei, das Klima spielte uns manchen Streich im Leben!<\/p>\n\n\n\n<p>Heut w\u00fcrde ich diese Reise nicht mehr wagen, riskiert man dabei doch Kopf und Kragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal bei Rheinfelden war der Motor am Ende, nach Zylinder Ausbau am Strassenrand kam heraus warum. Der oberste Kolbenring war in St\u00fccklein zerbrochen, eines davon in den Sitz des Auslass-Ventils gekrochen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben auch ohne den Ring rasch Paris erreicht, was bewies, dass der Motor trotzdem nicht schleicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem Fr\u00fchlingsausflug in sch\u00f6ner Pariser-Gegend wurde der Motor pl\u00f6tzlich viel schlapper, er stampfte seltsam, es war sehr aufregend, im Kurbelgeh\u00e4use das scheussliche Geklapper. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Pleuellager war in die Binsen gegangen, das Geh\u00e4use hatte ein Loch eingefangen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Automechaniker hat es und den Rest geflickt. Er machte es bestens und g\u00fcnstig, er war geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir ein Einzimmer-Parterre Logis fanden konnte auch die MGC mit uns wohnen. Auf ihr sass ich oft mehr als auf Stuhl und Bett an stillen, kalten und Regensonntagen, an sch\u00f6nen machten wir dies wieder mit Fahrten wett.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"771\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143818-1024x771.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-137\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143818-1024x771.jpg 1024w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143818-300x226.jpg 300w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143818-768x578.jpg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143818-1536x1156.jpg 1536w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143818-2048x1541.jpg 2048w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143818-128x96.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1931-1934 &#8211; Wohnort meiner Eltern (nur 1 Zimmer!) an der Rue de St.Cloud Nr.67 in Billancourt- Paris. \nDie MGC ist auch da, siehe Lenkerende bei  Radio!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Was habe ich nicht alles an der MGC ausprobiert, get\u00fcftelt, gep\u00fctzelt, ge\u00f6lt und poliert.<\/p>\n\n\n\n<p>In Frankreich war eben Manches erlaubt, ohne zu fragen, den Schweizer Hausmeistern h\u00e4tte es die Stimme verschlagen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Zimmer konnte ich ein Eigenbau-Stopplicht bauen, das Wort STOP aus der R\u00fcckwand heraus ges\u00e4gelt. Sch\u00f6n war die Leuchtschrift nachts anzuschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mangels Erfahrung in der Motorenpflege habe ich manchmal auch Pfusch geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Beispiel einen Bruch im Kipphebelgeh\u00e4use beim Ventil Einstellen, ein Lehrbub wird eben erst nach Jahren zum Meister-Gesellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Scheinwerferlicht war ein chronisches \u00dcbel, die Magneto-France Z\u00fcndlichtmaschine ein Mist, ich schmiss sie sp\u00e4ter mit Lust in die Abfall-Kiste, nachdem ich jahrelang gutes Licht vermisste. Oft hat Sie uns v\u00f6llig im Stich gelassen, bei Gefahren auf dunklen Strassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch dies konnte unsere Lust auf Reisen nicht mindern, die Reisesehnsucht war nie zu stillen. Nach Freiheit, Landschaft und St\u00e4dten in fremden L\u00e4ndern, erwogen, erw\u00e4hlt und erreicht mit Willen. <\/p>\n\n\n\n<p>Immer gr\u00f6sser wurde der Kreis um das Zentrum Paris, soweit es die Freizeit vor dem Winter zuliess.<\/p>\n\n\n\n<p>Zeigten sich Chancen f\u00fcr l\u00e4ngere Fahrten war klar, dass wir nicht an Kilometern sparten, um Alles zu sehen was sich lohnte, als sehenswert in Berichten thronte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Osten, Westen, S\u00fcden und Norden, oft ist die Heimkehr zur Nachtfahrt geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Fahrtenlisten, soweit sie mir chronologisch sammt Pannen im Kopf geblieben, einen Teil davon hat meine Frau aufgeschrieben. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich unterlasse das Schildern von kleinen Reisen, ausser sie waren spannend. Auch sie waren sch\u00f6n, doch nur als&#187;Vorspeisen&#187;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu mittel-bis grossen saftigen Happen, nach Afrika und fast zu den Lappen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sahen das Riesenschiff Champlain bei La Rochelle von Stapel laufen, fuhren Paris-Bordeaux 600 km an Pfingsten 32 in einem Tag. Wo mancher Velorennfahrer schon hartem Stress erlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Anno 32 begann die erste l\u00e4ngere Reise nach Luxembourg, Deutschland, Holland und Belgien. Die Rundfahrt verlief gl\u00fccklich,von Pannen verschont.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Osterfahrt 32 nach Angoul\u00e8me war wundervoll, sie zu wiederholen w\u00e4re sch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies widersprach aber meinem Prinzip, dass jede Reise einmalig blieb. Ausser es lagen wichtige Gr\u00fcnde vor, so dass ich die Prinzipientreue verlor.<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal haben wir an der Tour de France die Schweizer zum Ziel begleitet, die Fahrt war haarstr\u00e4ubend durch die begeisterten Zuschauermassen, St\u00fcrze riskierend zw\u00e4ngten wir uns durch engste Gassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der &#171;Mumm&#187; zur Gefahr hat uns selten gefehlt. Das haben unsere Reisen gen\u00fcgend bewiesen. Nur durch den Kampf mit Ihr wird man gest\u00e4hlt, mit Mut besiegte schon David den Goliath-Riesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reise nach London im gleichen Jahr war auch nicht ohne M\u00fchen. Mit einem Frachter, nachts schlaflos, im Morgengrauen nach Dover gelangt, liess man uns dort nicht weiterziehen. Erst als wir die Haftpflicht nach nervent\u00f6tender Wartezeit zahlten liess man uns frei ins Land. \u00dcberm\u00fcdet, ver\u00e4rgert, dazu noch gen\u00f6tigt, links zu fahren, dies tat ich mir klug ersparen. Ich legte mich f\u00fcr Stunden ins k\u00fchle Gras, bis ich zur Weiterfahrt v\u00f6llig genas.<\/p>\n\n\n\n<p>Planm\u00e4ssig gef\u00fchrte Gesellschaftsreisen sind keine Kunst, wir anvertrauten uns immer des Schicksals Gunst. Mal hatten wir Gl\u00fcck beim Hotel suchen, mal war das Bett und der Frass zum Fluchen. Wir haben nie voraus gebucht. Scheut man sich nicht vor dem Ungewohnten, erlebte man Reisen, die doppelt sich lohnten. So hatten wir in London wirklich &#171;Schwein&#187;, als G\u00e4ste in einem Pub lud eine Frau uns ein, zu wohnen in ihrem Heim. Wir durften dort einige Tage billig bleiben, Ihr Sohn konnte uns Vieles von London zeigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"689\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-689x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-141\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-689x1024.jpg 689w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-202x300.jpg 202w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-768x1141.jpg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-1034x1536.jpg 1034w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-1378x2048.jpg 1378w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-65x96.jpg 65w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-scaled.jpg 1723w\" sizes=\"auto, (max-width: 689px) 100vw, 689px\" \/><figcaption>1932 &#8211; Der Leistungsausweis ist auf dem V.Rad Schutzblech.\nVive la MGC, vive la France!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Von St\u00fcrzen, auch schweren blieben wir nicht verschont, doch sind wir immer glimpflich davon gekommen. Kein Knochen hat beim T\u00f6fffahren Br\u00fcche bekommen. Solche hat nur die MGC erlitten, sie war ja daran gewohnt. Zusammenst\u00f6sse haben wir weder verschuldet noch erduldet. Ich will mich nicht r\u00fchmen, dass ich ein Ass im Lenken sei, den oft war auch ein Schutzengel dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Brenzlig war es als ein Auto aus einem Feldweg kam, ich erschrocken, bremste zu heftig auf nasser Strasse, was mir die Herrschaft \u00fcber das Fahrzeug nahm. Wir rutschten gottlob nur geradeaus, ein Fluch auf den Fahrer blieb nachher nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein andermal half kluges Handeln mit, dass die MGC keinen Schaden litt. Es ging bergab und die Bremsen versagten, als ein Auto vor uns stand.<br>Kurzerhand wagte ich gegen ein Entgegenkommendes zu steuern, gab dem Fahrer Zeichen zu weichen, die er zum Gl\u00fcck verstand.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"821\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_140302-1024x821.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-140\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_140302-1024x821.jpg 1024w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_140302-300x241.jpg 300w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_140302-768x616.jpg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_140302-1536x1232.jpg 1536w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_140302-2048x1642.jpg 2048w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_140302-120x96.jpg 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1933 &#8211; Spanienreise in 9 Tagen, 3187 km. Paris, Andorra, Barcelona, Madrid, St.Sebastian, Bordeaux, Paris!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"869\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_144800-1024x869.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-135\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_144800-1024x869.jpg 1024w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_144800-300x255.jpg 300w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_144800-768x652.jpg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_144800-1536x1304.jpg 1536w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_144800-2048x1739.jpg 2048w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_144800-113x96.jpg 113w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1933  im August &#8211; Spanienreise &#8211; Paris, Madrid, Paris &#8211; in 9 Tagen 3187 km.\nElsa H\u00e4usler mit Melone auf der MGC.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"774\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143925-1024x774.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-136\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143925-1024x774.jpg 1024w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143925-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143925-768x580.jpg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143925-1536x1161.jpg 1536w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143925-2048x1548.jpg 2048w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143925-127x96.jpg 127w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1933  Spanienreise. Elsa H\u00e4usler-Roth posiert vor dem Prado in Madrid \nim h\u00fcbschen Sommerkleid.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im M\u00e4rz 34 kehrten wir endg\u00fcltig zur\u00fcck zu heimischen Herden, die Fahrt sollte langwierig und zerm\u00fcrbend werden. In Frankreich hatten wir nur m\u00f6bliert logiert, deshalb den Umzug unserer Habe in drei Koffern per T\u00f6ff probiert. In einem Veloanh\u00e4nger hat sie unsere MGC mitgeschleppt. Mensch Meier, was haben wir da alles an Pannen erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald haben die Speichen die Felgen durchrissen, die Vollgummireifen, den Felgen entronnen, eilten voraus. Es war kein Vergn\u00fcgen, es war ein Graus! Mit diesem Vehikel waren wir beschissen. Ich schlug es mit den Stiefeln zu Tr\u00fcmmern auf halber Strecke.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Auto fuhr unsere Koffer zum n\u00e4chsten Bahnhof hin, worauf die Fahrt schnell weiterging. Es regnete viel und das Wetter war kalt, wir machten nur zum Pissen halt, den es kam alles noch schlimmer! Hundertmal kicken n\u00fctzte nicht, der Magnet versagte, tat nicht seine Pflicht. Ich baute ihn mehrmals zum Untersuch aus, fand aber nie den Fehler heraus. H\u00e4tte ich einmal Nachts Startversuche unternommen, w\u00e4re ich dem \u00dcbel vielleicht auf die Spur gekommen. Der &#171;Pfus&#187; spukte schon an hellen Tagen, ich mochte ungern Nachtfahrten wagen, wenn N\u00e4sse und K\u00e4lte schon am Tag in uns kroch. Nachher ist gut reden, h\u00e4tte ich doch! Die Reise hat statt Einen f\u00fcnf Tage gedauert und uns deswegen total versauert. Mal hatte der Motor zum Laufen die Laune, mal wieder nicht, mal tat er streiken, mal seine Pflicht. Selbst mein unentbehrliches Feuerzeug bockte, als ich zum &#171;Schloten&#187; am Strassenbord hockte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Rupperswil im Aargau lief der Motor am Morgen nicht mehr an, meine Geduld war am Ende. Per Autostop fuhr ich mit dem Magnet nach Aarau in eine Elektro-Garage.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier fand das Elend eine gl\u00fcckliche Wende!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stromabnehmer hatte ein unsichtbares Lunkerloch, aus dem bei N\u00e4sse der Z\u00fcndstrom zum n\u00e4chstliegenden Metallteil kroch. Dies konnte man nur gut sehen, liess man den Magnet in hohen Touren drehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Teufel mit der Pech-Hexe im Bunde ist, gilt als sicher, dass man der Dumme ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir im Hauptbahnhof Z\u00fcrich unsere Koffer holten um per T\u00f6ff nach Hause zu fahren, tat ein Polizist nicht mit &#171;Verboten und strafbar&#187; sparen. Leck uns am Hintern waren unsere Gr\u00fcsse, es war ja nicht m\u00f6glich, dass er uns b\u00fcsse. Dank unserer gemalten franz\u00f6sischen Nummer, machte uns dieser Vorfall keinen Kummer.<\/p>\n\n\n\n<p>In Z\u00fcrich blieben wir nicht Stubenhocker, jetzt musste die Schweiz unserer Reiselust dienen. Es wurde keine Stadt, keine Gegend ausgelassen und keinen Pass nicht erklommen, bis der Krieg uns das Benzin weggenommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"732\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/484c5886-b1de-4435-8950-76c6e894e951-1024x732.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-150\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/484c5886-b1de-4435-8950-76c6e894e951-1024x732.jpeg 1024w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/484c5886-b1de-4435-8950-76c6e894e951-300x214.jpeg 300w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/484c5886-b1de-4435-8950-76c6e894e951-768x549.jpeg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/484c5886-b1de-4435-8950-76c6e894e951-1536x1097.jpeg 1536w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/484c5886-b1de-4435-8950-76c6e894e951-134x96.jpeg 134w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/484c5886-b1de-4435-8950-76c6e894e951.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1934 &#8211; Reisen in der Schweiz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Jurafahrt blieb unvergesslich, den es regnete tagelang gr\u00e4sslich, sodass unsere Kleider erweichten als wir Yverdon erreichten. Oft waren wir bis auf die Haut durchn\u00e4sst und froh, in Gasthaus-K\u00fcchen die Kleider trocknen zu k\u00f6nnen, wenn wir schliefen im warmen Nest. Nehmen T\u00f6ffler die Launen des Petrus nicht in Kauf, ist es besser, Sie geben den T\u00f6ffsport wieder auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir einmal recht fr\u00fch dem Tessin zustrebten, wir am Lukmanier sehr Unerw\u00fcnschtes erlebten. Vor Santa Maria gebot eine Lawine Halt, in den dunklen Tunnels war es nass und kalt. Vor Angst lief meine Frau durch die &#171;Tropfstein-H\u00f6hlen&#187; zur\u00fcck. Ein Trost blieb, wir wurden nicht Opfer von Lawinen-Ungl\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Arbon, wo wir bei Saurer werkten, kamen noch weitere Reisen dazu, die Sucht nach Ihnen liess uns nie in Ruh.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"728\" src=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143714-1024x728.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-138\" srcset=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143714-1024x728.jpg 1024w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143714-300x213.jpg 300w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143714-768x546.jpg 768w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143714-1536x1092.jpg 1536w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143714-2048x1456.jpg 2048w, https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_143714-135x96.jpg 135w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>1937 &#8211; Meine Grossmutter, Monika H\u00e4usler- Eberle vor dem Haus Breitensteinstrasse Nr.61. Hinter Ihr die MGC mit TG Nummer. D\u00e4ddel kam regelm\u00e4ssig von Arbon zu Besuch.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Erste, zu Ostern nach Stuttgart, fand statt in K\u00e4lte und Schnee, uns und den Begleitern taten die Finger weh. Noch vor dem Ziel kehrten Sie um. Uns ging es auf schlimmere Weise dumm. Im Kettenkasten ert\u00f6nte ein lautes Gekrose, die Kette sprang vom Zahnkranz lose und die Motorwelle wurde krumm. B\u00f6s hat es dann im Kasten gerasselt und uns diese Reise vermasselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zweite an Frohnleichnam f\u00fchrte \u00fcber Mailand nach Genua, wo ich einen Jugendfreund dort als Kellner wieder sah. Schlechtes Wetter begleitete uns stur, im Regen ersoff bereits vor Chur, meiner Frau ihre sch\u00f6ne Armbanduhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dritte f\u00fchrte im Juli 36 \u00fcber Berlin, Leipzig, Dresden nach Prag. Im Grand-Hotel am Vaclavski-Novesi Platz, machte sogar unser T\u00f6ff in der noblen Empfangshalle Rast. Er war wie wir ein seltener Gast.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vierte brachte uns an das ber\u00fchmte M\u00fcnchner Oktoberfest. Privat fanden wir g\u00fcnstig Nahrung und Nest.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Aktivdienst merkte man bald, dass ich als T\u00f6ffler erfahren war. Dadurch boten sich einige unerwartete Chancen dar. Ich fuhr als Kurier eine 1000er Universal-JAP Maschine. Man fand, dass ich dem Land im Regiments-Stab 27 als Veloflicker noch besser diene. Mir war das lieber, als mit meinen Spreizf\u00fcssen in der Gegend umher zu humpeln. Ich hatte es sch\u00f6ner in Dielsdorf beim Velomech Schlatter. Er stand meiner Zukunft Gevatter. Hier reifte in mir der Entschluss, ins gleiche Gewerbe einzusteigen, mein K\u00f6nnen als Mechaniker zu zeigen. Das Gl\u00fcck liess mich auch bei der Werkstatt-Suche nicht h\u00e4ngen, ich dr\u00e4ngte mit Vollgas vorw\u00e4rts in allen G\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anno 41 begann mein Gesch\u00e4ft mitten im Krieg am ersten April, es besteht noch immer, nie stand es still. So wurde mein Hobby zu meinem Beruf, zu dem meine MGC die Basis schuf.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ernst H\u00e4usler senior &#8211; Ostern 1984<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch Motorr\u00e4der h\u00e4tten Spannendes aus Ihrem langen, ereignisreichen Leben zu berichten, wenn Sie reden k\u00f6nnten. Auch Sie wurden von Ihrer Zeit und Erlebnissen gepr\u00e4gt wie der Mensch im Verlauf eines langen bewegten Lebens. F\u00fcr meine MGC kann ich als Fahrer,&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/2020\/05\/01\/lebenslauf-des-motorrades-marke-mgc-1-2\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":141,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-109","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200424_135742-scaled.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=109"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":151,"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/109\/revisions\/151"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.motorradkultur.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}